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Ziel der Anwendungsbeobachtung war es, an Patienten mit einer Behinderung der Nasenatmung die Wirkung des Gerätes „rhinoBeam" zu testen. Untersucht wurde die Anwendung an 102 Patienten, bei 89 Patienten wurde die Wirkung von rhinoBeam rhinomanometrisch erfasst und die Patienten interviewt, bei weiteren 47 Patienten wurde die Wirkung von rhinoBeam anhand eines Fragebogens evaluiert. Testzeitraum war April bis Juli 2002.

l. Rhinomanometrie-Test

Es wurden 63 Patienten mit behinderter Nasenluftpassage getestet. Es wurde vor der Anwendung einer 9 minütigen rhinoBeam-Bestrahlung eine Rhinomanometrie (Leerwerterfassung) zur Dokumentation des nasalen Luftstroms durchgeführt.

Nach rhinoBeam-Behandlung gaben 44 Patienten an, eine Verbesserung der Nasenatmung zu verspüren. 19 Patienten gaben keinerlei Veränderung an, bzw. waren sich nicht sicher. Eine subjektive Verschlechterung wurde in keinem Fall beklagt.

In einer zweiten Rhinomanometrie, die unmittelbar nach der Behandlung mit rhinoBeam durchgeführt wurde, ließ sich bei 65% der Patienten eine Verbesserung des nasalen Flows objektivieren. Minimal 15ml/sec. bis max. 99 ml/sec.

II. Fragebogen-Test

Es wurden insgesamt 39 Patienten während einer Woche dreimal täglich in Sitzungen zu je 9 min. mit dem rhinoBeam-Gerät behandelt ohne gleichzeitig andere Therapieformen anzuwenden.

Im einzelnen waren es:

          A) 12 Patienten mit einem blühenden Stadium einer Rhinitis allergica 
          B) 10 Patienten mit einer typischen Symptomatik einer Rhinitis vasomotorica 
          C) 9 Patienten mit einer banalen Rhinitis
          D) 9 Patienten mit nasaler Obstruktion bei ausgeprägter
              Nasenmuschelhyperplasie

Ergebnisse:

1. Bei den Gruppen A, B und C lässt sich durchweg ein positiver thera-peutischer Effekt auf den Nießreiz, die Rhinorrhoe und den Juckreiz bzw. andere störende Reizzustände der Nase beobachten. 

2. Bei den Gruppen A, B und C wurden mittlere bis gute Effekte auf nasale Obstruktionen festgestellt.

3. Nur geringe bis gar keine Effekte ließen sich bei den Pat. der Gruppe D erzielen.

4. Eine Remission der geklagten Beschwerden bei fast allen Patienten stellte sich nach 1-2 Tagen nach dem Absetzen der rhinoBeam-Behandlung ein.

Bei den Patienten, die das Gerät zur häuslichen Anwendung ausgehändigt wurde, zeigte sich, dass eine mehrmalige tägliche Anwendung entsprechend effektiver ist. Das beschwerdefreie, bzw. Intervall mit reduzierten Beschwerden durch rhinoBeam war teils relativ kurz (mit ca. 20 min. bis 60 min. angegeben.)

Beurteilung:

Die rhinoBeam-Methode hat offensichtlich einen günstigen Effekt auf entzündliche Reizzustände der Nasenschleimhaut. Als mögliche Wirkmechanismen werden angesehen:

- Verhinderung der Ausschüttung von Entzündungsmediatoren, z.B. durch
  Stabilisierung von Mastzellmembranen.

- vasokonstriktive Wirkung

- Verminderung der Permeabilität von Gefäßenwandzellen im Bereich der
  Nasenschleimhaut

In der Akutphase der untersuchten verschiedenen Formen nasaler Reizzustände bzw. Schleimhautentzündungen ist eine täglich mehrmalige Applikation ggf. bis zu einer Frequenz von einmal pro Stunde zu empfehlen. Darüber hinaus sollte auch der Vergleich mit einer stärkeren Version des rhinoBeam-Gerätes geprüft werden, hier lägen positive Effekte durch eine indirekte oder gewebsdurchdringende Bestrahlung im Bereich des Möglichen. Somit könnten noch weit mehr positive Effekte durch dieses bisher nebenwirkungsfreie Verfahren erzielt werden. Unter Umständen ließe sich dann auch die derzeitig empfohlene Bestrahlungszeit von 9 min. auf vielleicht 5 min reduzieren, was für eine Verbesserung der Anwendercompliance bedeutsam erscheint, da die Bereitschaft zu einer mehrmaligen Applikation von 9 min. Dauer in der Praxis möglicherweise nur bei wenigen Patienten gegeben ist.




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